Natürlich | Figürlich. 100 Jahre Basler Aktdarstellung

17. bis 26. Oktober 2025

Die Ausstellung thematisiert die spannungsvolle Beziehung zwischen Körper und Bild und vereint 32 Kunstschaffende in einem Raum – bis hin zur Gegenwart.

Ist eine Ausstellung über Aktmalerei heute noch möglich? ARK Basel meint ja und zeigt gleichzeitig auf, dass Kunst aus Nachlässen keineswegs verstaubt sein muss. Die Die Gruppenausstellung versammelt 32 Basler Kunstschaffende in einem Raum und lädt dazu ein, rund 100 Jahre lokales Kunsterbe neu zu betrachten. Um die Vergangenheit nicht nur zu bewahren, sondern aktiv mit ihr zu arbeiten, wurden fünf zeitgenössische Basler Künstlerinnen eingeladen, mit eigenen Werken die Arbeiten aus dem Nachlass-Bestand von ARK Basel in wohltuende Unruhe zu versetzen. Die Aktdarstellung hat eine lange Geschichte, handelt von und hadert mit Normen. Von ehrfürchtig, interessiert über kritisch, spöttisch bis ablehnend, gar wütend reichen dementsprechend die Tonlagen der in dieser Ausstellung vereinten Werke. Menschen haben seit jeher Bilder vom Körper gemacht. Die Kunstschaffenden bilden den Körper jedoch nicht nur ab; sie machen auch körperliche Erfahrungen sichtbar.  Das Körperbild in der Ausstellung oszilliert zwischen objektiver Darstellung (wie der Körper wirklich aussieht) und subjektiver Sicht (wie der Mensch sich selber sieht). Oder anders gesagt: Bilder handeln schon immer von der Vergänglichkeit des Körpers und dem Wunsch, etwas Bleibendes zu schaffen. Nähe und Distanz zwischen Körper und Bild verändern sich dabei ständig. Ein festes Bild vom Menschen gibt es nicht. Der Körper ist vielmehr ein offenes Projekt, das immer wieder neu verhandelt und in neuen Bildern gefunden werden muss.